UAC 2026 Recap: Was die Umbraco Austria Conference für Enterprise-Projekte bedeutet
- Andreas Fritz
- 06.10.2026
- Praxis-Stories
Am 24. September 2026 fand in der voestalpine Stahlwelt in Linz die zweite Umbraco Austria Conference statt. Nach dem Auftakt 2025 in der Raiffeisen Arena haben Cyber‑Solutions und MBIT gemeinsam mit Umbraco erneut die österreichische Umbraco‑Community zusammengebracht – erstmals mit getrennten Programmsträngen für Development und für Sales & Marketing. Über 50 Teilnehmende, ein volles Programm und durchwegs gute Stimmung: Die zweite Ausgabe hat gezeigt, dass die UAC als Treffpunkt der Community angekommen ist.
Für alle, die nicht dabei sein konnten, und für alle, die ihre Notizen ordnen wollen: Dieser Beitrag fasst die Sessions zusammen und zieht die Linien, die uns für Enterprise‑Projekte mit Umbraco wichtig erscheinen – von den Neuigkeiten aus dem Umbraco‑Ökosystem über Migrationsargumente bis zum Entwickleralltag mit KI.
Inhaltsverzeichnis
- TLDR
- Die zweite UAC: Stahlwelt, zwei Tracks, eine Community
- News from Umbraco: Wohin die Plattform steuert
- Migration zu Umbraco: PainPoints & Arguments
- Agentic Coding mit Umbraco: Ein Blick in den Entwickleralltag
- Digitale Resilienz und ein Update „the AIGILE way“
- Mut zur Veränderung: Der Abschluss mit Christian Högl
- Unsere Takeaways für Enterprise‑Projekte
- Fazit: Umbraco in Österreich ist angekommen
TLDR
- Die zweite Umbraco Austria Conference brachte am 24.09.2026 über 50 Teilnehmende in die voestalpine Stahlwelt – erstmals mit eigenen Tracks für Development und Sales & Marketing. Vor allem der neue Dev‑Track kam sehr gut an.
- Umbraco HQ gab einen Überblick über alles Neue rund um die Plattform.
- Migration zu Umbraco: Die häufigsten PainPoints der Bestandsplattformen und die Argumente, die in Entscheidungen tatsächlich zählen – mit zahlreichen Fragen aus dem Publikum.
- Agentic Coding: Wie KI‑Agenten im täglichen Umbraco‑Development bei Cyber‑Solutions eingesetzt werden – und wo Review und Verantwortung bleiben.
- Digitale Resilienz und KI‑gestützte Updates bei MBIT sowie der Impuls „Mut zur Veränderung“ von Christian Högl rundeten das Programm ab.
Die zweite UAC: Stahlwelt, zwei Tracks, eine Community
Der Nachmittag begann für viele Teilnehmende schon vor dem eigentlichen Programm: mit der Werksführung durch die voestalpine Stahlwelt ab 14.30 Uhr. Dass eine Umbraco‑Konferenz in einem der bekanntesten Industriestandorte Österreichs stattfindet, passt zum Anspruch der Veranstaltung: Umbraco nicht als Nischen‑CMS zu zeigen, sondern als Plattform, auf der Unternehmen mit hohen Anforderungen ihre digitalen Kanäle betreiben.
Neu in diesem Jahr war die Aufteilung in zwei Programmstränge. Der Business‑Track für Sales, Marketing und Entscheider behandelte Plattformstrategie, Migration und Resilienz; der Dev‑Track ging in die Tiefe – vom Umbraco‑Update mit KI‑Unterstützung bis zum agentischen Coding im Alltag. Die Trennung war eine Konsequenz aus dem Feedback der ersten Ausgabe: Entwickler und Entscheider wollen dieselbe Plattform aus unterschiedlichen Perspektiven sehen. Das Konzept ist aufgegangen – vor allem der neue Dev‑Track wurde von den Teilnehmenden sehr gut angenommen.
Getragen wurde der Nachmittag erneut von Cyber‑Solutions und MBIT als gastgebenden Partneragenturen und von Umbraco HQ, das mit einem Partner‑Manager vor Ort war. Mit über 50 Teilnehmenden und zahlreichen Gästen war der Nachmittag gut besucht – und bot neben dem Programm viel Raum für Austausch.
News from Umbraco: Wohin die Plattform steuert/h5>
Traditionell eröffnete Umbraco HQ mit einem Blick auf den Stand der Plattform und die nächsten Schritte. Der Partner‑Manager von Umbraco gab einen kompakten Überblick über alles Neue rund um Umbraco – von Releases über Produktentwicklung bis zum Partner‑Ökosystem.
Für Enterprise‑Projekte sind aus unserer Sicht vor allem drei Linien relevant. Erstens die Release‑Strategie: Umbraco 17 LTS auf .NET 10 ist bis November 2028 abgesichert und damit die Basis für alle Plattformen, die in den nächsten Jahren stabil laufen sollen – Umbraco 13 erreicht im Dezember 2026 das End of Life. Zweitens die Entwicklung Richtung Plattform: Mit Compose und den Headless‑Fähigkeiten positioniert sich Umbraco zunehmend als zentrale Quelle für Inhalte, Daten und Integrationen über mehrere Kanäle. Drittens KI im Backoffice: Umbraco.AI und das darauf aufbauende Ökosystem bringen KI‑Funktionen kontrolliert in den Redaktionsalltag.
Migration zu Umbraco: PainPoints & Arguments
Im Business‑Track hat Cyber‑Solutions die Frage behandelt, die in fast jedem Erstgespräch auftaucht: Wann ist der Wechsel auf Umbraco der richtige Schritt – und wann nicht? Das Interesse war groß: Die Session löste zahlreiche Fragen aus dem Publikum aus – ein deutliches Zeichen dafür, wie viele Unternehmen aktuell vor einer Plattformentscheidung stehen.
Die PainPoints der Bestandsplattformen sind über Kundengruppen hinweg erstaunlich ähnlich: auslaufender Support wie bei Kentico 13, wiederkehrende Lizenzkosten für Funktionen, die kaum genutzt werden, eine Redaktion, die um das System herumarbeitet statt mit ihm, und Abhängigkeiten von einzelnen Dienstleistern oder Herstellern. Die Argumente, die in Entscheidungen tatsächlich zählen, sind selten Feature‑Listen. Es sind Total Cost of Ownership über mehrere Jahre, die Planbarkeit der Migration, die Zukunftsfähigkeit der Basis – bei Umbraco das .NET‑Ökosystem und der LTS‑Rhythmus – und die Frage, ob das Unternehmen die Plattform langfristig selbst in der Hand hat. Wie eine strukturierte Bestandsaufnahme vor der Plattformwahl aussieht, zeigen wir in Kürze in einem eigenen Beitrag zu unserem Migrations‑Kompass.
Agentic Coding mit Umbraco: Ein Blick in den Entwickleralltag
Der Dev‑Track‑Beitrag von Cyber‑Solutions war bewusst kein Konzeptvortrag, sondern ein Deep Dive in den täglichen Umgang mit KI‑Agenten in der Umbraco‑Entwicklung. Andreas Fritz, Geschäftsführer von Cyber‑Solutions, und Entwickler Florian Allerstorfer haben live gezeigt, wie Aufgaben mit Claude Code im Repository umgesetzt werden, wie Review‑Agents das Ergebnis gegen Guidelines prüfen und wie MCP‑Server dem Agenten definierte Werkzeuge statt offener Zugriffe geben. Die Live‑Demo lief reibungslos – und machte greifbar, wie agentisches Arbeiten im Projektalltag tatsächlich aussieht.
Unsere Position dazu ist klar: Der Gewinn liegt in Konsistenz und im Wegfall von Routinearbeit, nicht im Ersatz von Entwicklern. Review und Verantwortung bleiben bei Menschen. Wie das im Alltag bei uns organisiert ist und welche Regeln wir uns dafür gegeben haben, beschreiben wir demnächst ausführlicher in einem eigenen Beitrag zu unserem Anthropic‑Partnerstatus.
Digitale Resilienz und ein Update „the AIGILE way“
MBIT hat in beiden Tracks Akzente gesetzt. Im Business‑Track ging es unter dem Titel „Digitale Resilienz beginnt dort, wo Prozesse nicht ausfallen dürfen“ um die Frage, wie komplexe digitale Systeme im Alltag stabil bleiben – von der Verpflegung bis zur öffentlichen Information. Für Enterprise‑Betreiber ist das eine wichtige Ergänzung zur Feature‑Diskussion: Die beste Plattform ist die, die auch dann funktioniert, wenn etwas schiefgeht.
Im Dev‑Track zeigte MBIT unter „Umbraco Update the AIGILE way“, wie ein Umbraco‑Update fast ausschließlich mit KI‑Unterstützung durchgeführt werden kann. Der Beitrag passte gut zum Agentic‑Coding‑Deep‑Dive: zwei Agenturen, zwei Ansätze, ein gemeinsames Thema – KI verändert die Wartungs‑ und Upgrade‑Arbeit spürbar, wenn sie strukturiert eingesetzt wird.
Mut zur Veränderung: Der Abschluss mit Christian Högl
Den Abschluss machte Christian Högl mit dem Impuls „Mut zur Veränderung“ – und setzte damit einen motivierenden Schlusspunkt. Für ein Publikum, das sich den Nachmittag lang mit Migrationen, Upgrades und neuen Arbeitsweisen beschäftigt hat, passte das Thema genau: Die technischen Wege sind bekannt – was Projekte oft bremst, ist die Entscheidung, sie zu gehen.
Unsere Takeaways für Enterprise‑Projekte
Erstens: Umbraco wird als Plattform für Inhalte, Daten und Integrationen ernst genommen – nicht nur als CMS für Websites. Die Themen des Nachmittags, von Migration bis Resilienz, drehten sich um Plattformbetrieb, nicht um einzelne Seiten. Zweitens: KI im Development ist in der Praxis angekommen, aber sie funktioniert mit Governance – definierte Werkzeuge, Review, klare Regeln für Daten. Drittens: Migration ist eine Architektur‑ und TCO‑Entscheidung, keine Feature‑Frage. Wer 2026 vor einer Ablöse steht – Kentico 13, Sitecore XP, Umbraco 13 –, braucht eine Bestandsaufnahme vor der Plattformwahl. Viertens: Die österreichische Umbraco‑Community wächst. Das ist für Unternehmen relevant, weil es Fachkräfte, Partner und Erfahrungsaustausch im eigenen Markt bedeutet.
Fazit: Umbraco in Österreich ist angekommen
Die zweite Umbraco Austria Conference hat gezeigt, dass Umbraco in Österreich nicht mehr erklärt, sondern eingesetzt wird – in Enterprise‑Projekten, mit hohen Anforderungen an Stabilität, Integration und Sicherheit. Die Kombination aus Plattform‑Ausblick, Migrationsargumenten und einem ehrlichen Blick in den KI‑gestützten Entwickleralltag hat die Richtung klar gemacht. Die UAC 2027 ist bereits in Planung, Details folgen in Kürze. Danke an MBIT, Umbraco und die voestalpine Stahlwelt – und an alle, die dabei waren.
Häufig gestellte Fragen - FAQ
Die Umbraco Austria Conference (UAC) ist das jährliche Treffen der österreichischen Umbraco‑Community, organisiert von den Umbraco‑Partneragenturen Cyber‑Solutions und MBIT gemeinsam mit Umbraco HQ. Die erste Ausgabe fand im Oktober 2025 in der Raiffeisen Arena Linz statt, die zweite am 24. September 2026 in der voestalpine Stahlwelt.
Für alle, die Umbraco einsetzen oder evaluieren: Entscheider aus IT, Marketing und Geschäftsführung ebenso wie Entwickler. Seit 2026 gibt es eigene Programmstränge für Development und für Sales & Marketing, damit jede Rolle die Inhalte bekommt, die für sie relevant sind.
Die Slides der Sessions werden nicht veröffentlicht. Die Kernaussagen haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst; bei Fragen zu einzelnen Themen stehen wir gerne für ein Gespräch zur Verfügung.
Die UAC 2027 ist bereits geplant. Termin und Details werden in Kürze über die Kanäle von Umbraco, Cyber‑Solutions und MBIT bekannt gegeben.
Der einfachste Weg führt über die Partneragenturen und die Veranstaltungen von Umbraco im DACH‑Raum. Wer sich für Umbraco im eigenen Unternehmen interessiert, kann sich direkt an uns wenden – wir vermitteln gerne auch den Kontakt zur Community.
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